Bilderbuchparadies - Krabi & Khao Lak, Thailand

Nach ca. 10 Tagen Großstadt und so viel Sightseeing ging es für uns endlich ans Meer.

Unser erstes Ziel, Krabi, liegt an der Andamanen See und ist durch einen eigenen Flughafen ziemlich gut angebunden. Zumindest von Bildern her ist die Region vielen bekannt, denn die typischen bizarren Felsformationen kamen schon in so manchem Film vor.

Unser kleines familiengeführtes Resort lag etwas abseits vom Touristenrummel. Um mobil zu sein, haben wir uns einen Roller gemietet. Der einfachste Weg von A nach B zu kommen.

Um den ersten Tag etwas entspannter anzugehen, sind wir mit einem typischen Longtailboot zum Railey Beach gefahren um dort den Tag zu verbringen. Auf den Viewpoint haben wir es leider nicht geschafft, da es viel zu warm war. Also wieder ein To Do fürs nächste Mal ;-) Leider ist der Railey Beach kein Geheimtipp mehr, so dass es in den schattigen Abschnitten schon manchmal sehr eng wurde.

Für den nächsten Tag haben wir uns für einen Thai Kochkurs angemeldet. Was für ein tolles Erlebnis! Hier wurde uns vom Currypaste herstellen bis zum perfekten Sticky Rice kochen alles erklärt und natürlich durften wir alles selber zubereiten und anschließend auch essen. Köstlich....

Zwei dicke Rezeptbücher haben wir mit nach Deutschland genommen Ich bin gespannt, ob wir die Köstlichkeiten hier auch genauso lecker nachkochen können.

In Krabi werden unzählige verschiedene Bootstouren zu unterschiedlichen Inseln angeboten. Am liebsten hätte ich sie alle gemacht. Bei den meisten Touren kann man wählen, ob man mit dem Longtailboot oder dem Speetboot fahren möchte, entsprechend ändert sich auch der Preis.  Aus eigener Erfahrung kann ich Speedboottouren mehr empfehlen, da die Distanzen zu den Inseln teilweise sehr groß sind und man beim Schnorcheln auch besser vom Boot runter und wieder rauf kommt. Aber da sind die Geschmäcker ja verschieden.

 

Als Erstes entschieden wir uns für die 5 Island Tour (bzw. Hong Island Tour).  Die Tour beinhaltet verschiedene Strände, eine Fahrt durch eine Lagune und mehrere Schnorchelstops (juhuuuu...Fische).

Sofern ich mich richtig erinnere haben wir an folgenden Stränden halt gemacht: Hong Island Beach, Lading Island, Deang Island und Pakbia Island. Einer schöner als der andere. Leider sind an allen Stränden sehr viele Boote und somit auch Touristen gleichzeitig, so dass viel von dem natürlichen Flair verloren geht.

Bei den Bootsausflügen muss man sich meist um nichts kümmern. Mittagessen, Wasser, Früchte und die Schnorchelausrüstung sind inklusive und man wird vom Hotel abgeholt und anschließend auch zurückgebracht.

Wie schon gesagt, gibt es um Krabi viele tolle Inseln. Deshalb entschieden wir uns für den nächsten Tag direkt für einen weiteren Bootsausflug. Diesmal auf den Spuren von Leonardo Di Caprio. Der Film "The Beach" wurde am Maya Bay, auf der Insel Koh Phi Phi gedreht. Leo habe ich nicht gefunden, aber dafür wieder tolle neue Orte und Picture Moments.

Wie also auch am morgen zuvor wurden wir vom Hotel abgeholt und zum Hafen gebracht. Mit gefühlt 100 anderen Speedbooten verließen wir den Hafen Richtung Andamanen See. Ich wüsste wirklich so gerne, wie all diese tollen Orte, wie z.B. Bamboo Island) ohne die vielen Menschen aussehen. Dies ist warscheinlich nur möglich, wenn man dort übernachtet, was wir aufgrund der wenigen Zeit allerdings nicht machen konnten. Das kann man nicht auf allen Inseln und oft nur in Zelten. Also wieder was fürs nächste Mal :-)

Am nächsten Tag ging es mit dem Minibus zu unserer letzten Station, Khao Lak. Leider wurden wir hier mit einem ordentlichen Tropenguss empfangen. In wenigen Minuten stand das Wasser knöchelhoch. Die Unternehmungen für diesen Tag beschränkten sich daher auf alles, was man im Hotel oder in der Nähe des Hotels machen konnte...und endlich wieder eine Fußmassage...herrlich!

 

In der Nähe von Khao Laks Küste (2 Stunden mit dem Speedboot entfernt) liegen die Similan Islands, eines der besten Tauch - und Schnorchelgebiete der Welt. Also, nichts wie hin. 2 Stunden auf einem Speedboot sind wirklich ganz schön lang, vor allen wenn hoher Wellengang herrscht. Aber was nimmt man nicht alles auf sich, um Nemo Fische, Schildkröten und Mantarochen zu sehen?

 

Leider hatten wir, was die Unterwasserwelt angeht, nicht so viel Glück. Die Korallen sind durch die Korallenbleiche fast alle zerstört und man sah nur wenige Fische. Vielleicht waren wir einfach an den falschen Ecken.

Dafür war die Landschaft und die angefahren Inseln wieder traumhaft schön. Ich habe nirgends sonst so weißen, pudrigen Sand und  so türkisfarbenes Wasser gesehen wie hier. Und endlich haben wir es mal trotz Hitze auf einen Viewpoint geschafft :-)

 

Um mal ein bisschen Abwechslung in den Urlaubsalltag zu bekommen, entschieden wir uns an unserem letzten Tag für eine Dschungeltour durch den Lamru Nationalpark. Man läuft hier auf einem kleinen, sehr schmalen Pfad durch den Urwald. Teilweise muss man auch klettern. Zum Glück haben wir keine der dort lebenden Exemplare von Spinnen und Schlangen gesehen.

Der Nationalpark erstreckt sich auf beiden Seiten der Hauptstraße, wir haben uns nur den Teil auf der Meeresseite angesehen. Am Ende des Pfades kommt man zu einem kleinen Strandabschnitt, dem Small Sandy Beach. Da nicht viele Touristen die Wanderung auf sich nehmen, ist man hier fast allein. Toll - bitte mehr davon!

Zum Abschluss wollten wir noch zu einem der vielen Wasserfälle um Khao Lak. Wir entschieden uns für den Ton Chong Fa Wasserfall. Diesen erreicht man nach ca. 20 Minuten bergauf durch den Urwald. Der Wasserfall besteht aus 5 Stufen. Wir haben es nur bis zur 3. Stufe geschafft, da der Weg sehr steil und schwierig war. Wir waren sooo dankbar für das kühle, frische Wasser, in den Wasserfallbecken. Darin schwammen ziemlich viele Fische, die an einem knabberten. Hoffentlich waren es nur Fische....

Bei meinem nächsten Besuch möchte ich definitiv noch mehr Wasserfälle sehen.

Mein Fazit zu Krabi & Khao Lak: Mir persönlich hat Krabi besser gefallen. Die Landschaft war einfach noch schöner und einzigartiger. Khao Lak & Krabi wurden durch den Tsunami 2004 fast vollständig zerstört und anschließend komplett neu aufgebaut. Hierbei allerdings sehr auf Touristen ausgerichtet. Ist man in Krabi noch unter vielen internationalen Gästen umgeben, sieht man in Khao Lak überwiegend deutsche Gäste, teilweise fühlt man sich ein bisschen wie auf Mallorca. Und trotzdem habe ich so viele tolle Dinge gesehen und Erfahrungen mitgenommen, dass ich wiederkommen möchte.


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