Mit dem Hausboot auf dem Kanal - Camargue, Frankreich

Eine Hausboottour stand schon immer auf meiner Bucket-List. Im Mai/Juni konnte ich an diesen Punkt endlich einen Haken machen.

10 Tagen lang ging es von Saint Gilles über den Canal du Rhone a Sete bis nach Marseillan und wieder zurück.

Da man für die Hausboote in Frankreich keinen Führerschein benötigt, fahren diese auch nicht besonders schnell. Das macht aber nichts, denn man kann auf der Fahrt prima entspannen und abschalten. Das war auch unser Ziel.

 

Man kann selber entscheiden, ob man Nachts die Häfen in den Städten anfährt, oder einfach irgendwo am Kanalrand anlegt. In den Häfen gibt es Strom und Wasser, das sollte alle 3-4 Tage aufgefüllt werden. Man sollte aber unbedingt beide Varianten ausprobieren, zumal das Anlegen außerhalb der Häfen kostenlos ist.

 

Besonders schön ist der Ort Aigues Mortes, den haben wir auf der Hin - und Rückfahrt angesteuert.

 

Teilweise führt der Kanal so nah am Meer lang, dass einen nur wenige Meter von den Dünen trennen. Man sollte also auch unbedingt einen Strandstop einplanen, denn im Kanal kann man nicht baden.

 

Der Canal du Rhone a Sete geht am Ende in den See Etang du Thau über. Dieser ist bekannt für seine Austernbänke. Die selbstgezüchteten Tiere kann man in den Städten am Seeufer in allen Restaurants probieren.  Als Übernachtungsmöglichkeit am See haben wir uns Marseillan ausgesucht - ein Hafenstädchen wie aus dem Bilderbuch.

 

Tierliebhaber kommen auf der gesamten Strecke auf Ihre Kosten. Am Anfang der Strecke zwischen Saint Gilles und Aigues Mortes sieht man häufig die bekannten Camargue Pferde und die schwarzen Stiere. In den Sommermonaten können auch die tierfreundlichen Stierkämpfe besucht werden. Umso weiter man nach Westen fährt, wird die Landschaft karger. Hier dominieren Flamingos und jede Menge andere Vögel.