Asien extrem - 3 Nächte in Bangkok, Thailand

Thailand...endlich... Wie habe mich auf diese Reise gefreut. Und dann war es tatsächlich so weit. Nach ca. 11 Stunden Flug kamen wir in Bangkok an. 

Erster Eindruck? Boah, ist das groß! Und warm!

Mit dem Taxi ging es - pünktlich zur morgentlichen Rush Hour - zu unserem Hotel. Da wir erst am Nachmittag einchecken konnten, haben wir unser Gepäck abgegeben und sind mit dem Skytrain ins MBK Shoppingcenter gefahren. Ich hatte im Vorfeld gelesen, dass man dort günstig Klamotten und Elektroartikel erstehen kann - auf 6 Etagen. Ausserdem war ich neugierig auf den Foodcourt, der im Internet so oft angepriesen wurde. Und wir wurden nicht enttäuscht.

Wir deckten uns direkt mit den ologatorischen, luftigen Elefantenhosen ein, welche uns ins den nächsten Tagen noch sehr nützlich werden sollten. Anschließend machten wir uns mit dem thailändischen Essen vertraut. Lecker! Es gab gebratenen Reis mit Hühnchen, Mango Sticky Rice und eine frische Kokosnuss - wie habe ich mich darauf gefreut.

 

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen vom typischen Sightseeing. Tempel, Tempel, Tempel...

Zuerst ging es mit dem Boot über den Chayo Praya zum Königspalast und zum Wat Phra Kaeo. Vor Ort haben wir erfahren, dass der Königspalast aufgrund einer Veranstaltung nicht zugänglich war. Da das Areal des Wat Phra Kaeo sehr groß ist, war das aber gar nicht so schlimm.

Die Tempel - und Palastanlage ist wohl DAS Wahrzeichen von Bangkok, das merkte man auch an den Besucherzahlen. Geht man durch die Eingangstore hinein, fühlt man sich wie in eine andere Welt versetzt. Überall schimmert und glänzt das Gold und die Mosaiksteinchen, die von der Sonne angestrahlt werden. Man sollte hier 2-3 Stunden einplanen.

Anschließend ging es in eine kleine Seitenstraße zum Mittagessen. Verlässt man die Touristenstraßen ist man schnell nur noch unter Locals und kammt auch an kleinen Garküchen und Restaurants vorbei, an denen authentisches Thai Food angeboten wird. Ganz ohne Touristenaufpreis. Unser Mittagessen inklusive Getränke hat 4 Euro gekostet.

 

Nächstes Ziel war der Wat Pho mit seinem gigantischen liegenden Buddha. Da die Anlage recht weitläufig ist, hatte man schon fast das Gefühl, alleine zu sein. Außer beim Highligt, dem 15 Meter hohen und 46 Meter langen liegenden Buddha "stapelten" sich die Menschen wieder.

Der Wat Pho ist aber außerdem Ausbildungsstätte für die klassische Thai Massage. Ob man sich hier auch kostenlos als Testobjekt zur Verfügung stellen kann?

Da wir echt schon ziemlich platt vom vielen Laufen und der enormen Hitze waren, entschieden wir uns, nur noch einen Tempel anzusehen. Das sollte der Wat Arun sein, welcher direkt auf der anderen Seite des Flusses liegt und mit einer Fähre für 30 Cent erreicht werden kann. Normalerweise kann man das Hauptgebäude auch besteigen und hat so einen tollen Blick über Bangkok. Allerdings wurde dieses zu unserem Besuch gerade saniert und war nicht zugänglich. Dann eben beim nächsten Mal.

Der Wat Arun wird auch Tempel der Morgenröte genannt, da er bei Sonnenaufgang wunderschön angestrahlt wird. Auch das kommt dann auf die To Do Liste fürs nächste Mal.

Eigentlich wollten wir in Bangkok auch eine der vielen Rooftop Bars besuchen. Da aber hier ein gewisser Dresscode gefragt ist und der für uns aufgrund der Temperaturen nicht in Frage kam, entschlossen wir uns, zum Sonnenuntergang das höchte Gebäude Bangkoks, den Bayoke Sky Tower II zu besuchen. Den Fußweg vom Skytrain dorthin habe ich mir wirklich kürzer vorgestellt. Wir waren ja tagsüber noch nicht genug gelaufen. Zum Glück überragt der Tower alle anderen Gebäude und so wussten wir immer, in welche Richtung wir laufen mussten.

 

Die Aussicht von oben ist wirklich traumhaft. Schon alleine die Fahrt mit dem Aufzug nach oben lohnt sich, da man in einem Glasaufzug mit Panoramablick fährt.  Die Plattform selbt dreht sich langsam um ihre eigene Achse. Man bekommt also ohne sich zu bewegen einen Rundumblick von Bangkok und der ist atemberaubend. Weitere Pluspunkt, vor allem für mich als Fotografin ist, dass es keine Scheiben gibt, durch die man fotografieren muss.

Da ich anschließend nicht zurück zum Skytrain laufen wollte, entschieden wir uns mit einem Tuk Tuk zum Hotel zu fahren. Das war gar nicht so einfach, irgendwie wollte keiner fahren. Es dauerte daher ein bisschen, bis wir endlich in einem Tuk Tuk saßen. Blöd nur, dass der Fahrer gar nicht wusste, wo er lang fahren sollte. War wohl sein erster Tag... Für eine Strecke, für die wir schätzungsweise 20 Minuten gebraucht hätten, waren wir 1,5 Stunden unterwegs und sind gefühlt 4 mal an der gleichen Stelle vorbei gefahren ;-)

 

Am nächsten Tag haben wir ganz "Touri - like" einen Ausflug zu einem schwimmenden Markt gemacht - Damnoen Saduak. Leider wird dieser wohl nur noch rein für Touristen veranstaltet, was man auch an den Preisen vor Ort merkt. Die Händler auf dem Wasser sind auch deutlich aufdringlicher als auf anderen Märkten. Es war trotzdem eine interessante Erfahrung. Und fürs nächste Mal wissen wir, dass wir bis zum Wochenende in Bangkok bleiben und einen authentischen schwimmenden Markt besuchen.

Zum Abschluss des Tages und leider auch schon zum Abschluss des Bangkok Aufenthalts haben wir noch Bangkoks grüne Oase, den Lumphini Park besucht. Hier treffen sich die Thais zum relaxen. Man findet aber auch Outdoor-Fitnesscenter. So ähnlich stelle ich mir das in Florida vor. In dem großen See kann man einige Schildkröten und mit etwas Glück auch die dort lebenden Warane sehen.

Mein Fazit zu Bangkok: Bangkok hat mich defintiv umgehauen. In positiver, aber auch in negativer Hinsicht. Bangkok ist enorm, in allem! Wie groß Bangkok wirklich ist, wird einem auf dem Bayoke Sky Tower II bewusst. Bis zum Horizont sieht man die Hochhäuser und das in alle Richtungen.

Die starke Luftverschmutzung durch den Smog hat einem manchmal zu schaffen gemacht, vor allem in der Rush Hour im Tuk Tuk, das war wirklich teilweise extrem und ich kann jetzt alle verstehen, die dort mit Mundschutz rumlaufen. Gewöhnungsbedürftig sind aber auch die anderen Gerüche. Läuft man in dem einem Moment an einer Garküche vorbei und hat den Duft von frischen Kräutern in der Nase riecht man 3 Meter weiter die Abwasserkanäle, und ich spreche hier nicht von einer leichten Prise. 

Wenn man über das und die dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit hinwegsehen kann, zeigt sich Bangkok aber definitv von seiner schönen Seite. Ich werde wiederkommen!


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