Geschichte zum Anfassen - Tempelruinen in Ayutthaya

Nach dem Trubel in Bangkok wollten wir es die nächsten Tage etwas ruhiger angehen lassen.

Ca. 80 km nördlich von Bangkok liegt die Stadt Ayutthaya. Diese war früher die Hauptstadt des alten Siams, wie Thailand damals hieß. Es gehört außerdem zum UNESCO Welterbe.

Von Bangkok aus kann man Tagesausflüge nach Auyutthaya machen. Wir entschieden uns aber für die gemächlichere Variante und suchten uns für 2 Nächte ein kleines Guesthouse (welches ich übrigens sehr empfehlen kann).

 

Nach dem Check Out im Hotel in Bangkok fuhren wir mit dem Taxi zum Hauptbahnhof. Dort kauften wir uns 2 Tickets für den Zug. Ein Ticket kostete 40 Cent - und das bei ca. 2 Stunden Zugfahrt.

Unser Zug war so ziemlich das authentischste Transportmittel, was wir hätten wählen können. An der Decke hingen alte, klapprige Ventilatoren und Luft gab es durch die geöffneten Fenster. Während der Fahrt kamen immer wieder Verkäuferinnen in die Abteile, die von Softdrinks bis warmen Mahlzeiten alles in ihren Körben hatten. Auch wenn es nicht die komfortabelste Art zu reisen ist, kann ich eine solche Zugfahrt jedem empfehlen, da man auf der Strecke wirklich viele tolle Eindrücke von der Landschaft bekommt.

In Ayutthaya angekommen fuhren wir mit dem Tuk Tuk zu unserem Guesthouse.

 

Ayutthaya besteht zum größten Teil aus einer Insel, welche vom Chayo Praya (der auch durch Bangkok fließt) umgeben ist. Die meisten Sehenswürdigkeiten und Ruinen befinden sich innerhalb der Insel. Es gibt aber auch ein paar außerhalb und die kann man bei einer abendlichen Bootsfahrt besichtigen. Die Fahrt dauert ca. 2 Stunden, es werden 5 Tempel angefahren und man hat vor Ort jeweils 20 Minuten Zeit, sich diese anzusehen. Zugegeben, 20 Minuten sind nicht viel, aber es reicht, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen und eventuell wieder zu kommen.

 

 

Für den nächsten Tag hatten wir uns mit unserem Tuk Tuk Fahrer verabredet, welcher uns vom Bahnhof ins Hotel gefahren hatte. Dieser sollte uns nun zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten in Ayutthaya bringen. Dieser Service kosten ca. 5,50 Euro pro Stunde. Wir konnten aber noch ein bisschen handeln. Der Vorteil an seinem eigenen Tuk Tuk Fahrer ist, dass er wirklich überall auf einen wartet, egal wie lange es dauert - aber dafür wird er ja auch bezahlt ;-)

Es ist schwierig, die schönsten Ruinen aufzuzählen, da alle auf Ihre Weise toll waren. Aber besonders beeindruckt war ich vom Wat Phra Si Sanphet, Wat Chai Watthanaram, vom Wat Mahatat mit seinem Buddhakopf im Baum und dem Wat Lokayasutharam.

 

In Ayutthaya gibt es jeden Abend einen Nachtmarkt, der zu 80% aus Essensständen besteht. Durch diese haben wir uns dann auch an beiden Abenden durchprobiert. Auch wenn man nicht immer genau weiß, was da vor einem liegt, sieht fast alles ziemlich lecker aus.

Da Ayutthaya, abgesehen von den Tagesgästen aus Bangkok touristisch eher ruhig ist, kann man hier noch günstig Urlaub machen. In versteckten Gassen wurde hier die Thai Massage tatsächlich schon für 1,80 Euro angeboten - für 60 Minuten! Da wir nach dem langen Tag wirklich platt waren, entschieden wir uns für eine Massage in der Nähe unserer Unterkunft, welche wir für 6,50 Euro/Stunde bekommen haben. Die Fußreflexzonenmassage war wirklich eine Wohltat.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Minivan zurück nach Bangkok zum Flughafen, da wir von dort aus weiter nach Singapur fliegen wollten. Die Fahrt kostet 1,60 Euro pro Person, für das Gepäck muss man einen extra Sitzplatz buchen.

 

Ayutthaya hat mich wirklich umgehauen. Die Ruinen sind absolut beeindruckend. Wahnsinn, was die Menschen vor tausenden von Jahren mit einfachsten Mitteln gebaut haben. Hoffen wir, dass uns diese Andenken noch lange erhalten bleiben.


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